Sie sind hier: Home
Infos und Tipps: von Aktiv-Urlaub bis Weihnachtsurlaub
Infos und Tipps 2010
Zehntausende Homosexuelle feierten in Madrid

So viele schöne Menschen , gibt es selbst in Madrid nicht jeden Tag zu sehen. Ich war zufällig in Madrid und war von dem fröhlichen Treiben begeistert! Tausende und aber Tausende von Homosexuellen, Transexuellen, Lesben und bunten Vögeln bevölkerten die Boulevards und die grossen Avenidas.
Es waren an vielen der Plätze, u.a. auf der Plaza Canalles, grosse Bühnen aufgebaut, auf denen abends wechselnde Bands ihr Können zum besten gaben, flankiert von einem bunten Reigen Homo- und Transexueller, die sich in bester Manier aufgehübscht hatten, als gäbe es kein Morgen.
Mit einem bunten Umzug haben dann zehntausende von Menschen letzte Woche den Christopher Street Day gefeiert. Die Parade mit rund 30 fantasievoll geschmückten Wagen zog am Abend durch das Zentrum der spanischen Hauptstadat. Angeführt wurde der Marsch von Gleichstellungsministerin Bibiana Aido. Die Veranstalter sprachen von bis zu einer Million Menschen.
Die Teilnehmer forderten ein Ende der Diskriminierung von Transsexuellen und feriten zugleich den fünften Jahrestag der Homo-Ehe in Spanien. Diese war 2005 von der sozialistischen Regierung von Ministerpräsident Jose Luis Rodriguez Zapatero eingeführt worden.
Seitdem haben nach Angaben des Nationalen Homosexuellen Verbandes rund 20.000 schwule und lesbische Paare geheiratet.
Spanien ist eines der wenigen Länder der Welt, in denen gleichgeschlechtliche Paare nicht nur eine Ehe schließen können, sondern auch Kinder adoptieren dürfen.
Im Anschluss an die Parade fand ein Konzert mit mehreren Bands statt. Zu den nach Madrid eingeladenen Künstlern zählte auch die australische Pop Sängerin Kylie Minogue.
Mit dem Christopher Street Day wird weltweit an den Juni 1969 in New York erinnert - damals wehrten sich Schwule und Lesben erstmals lautstark gegen Polizeiübergriffe und Diskriminierung.