
Nach dem Tod eines geliebten Menschen oder eines geliebten Tieres, ist der Weg zurück ins Leben oft steinig, schwierig und für viele Menschen gepflastert mit Betrübnis, Schwermut und tiefer , schier unüberwindbar scheinender Trauer.
Immer mehr Reiseveranstalter haben sich den trauernden Menschen angenommen. Trauerreisen , Krisenmanagement, Trauerbegleitung helfen dem trauernden Menschen auf dem Weg der zurück ins Leben führt.
Viele Teilnehmer von Trauerreisen bestätigen, dass Sie wieder ihr Lachen zurückgewonnen haben. Natürlich kann man Trauer nicht auf Knopfdruck abschalten. Aber alleine die Tatsache, dass man sich unter Gleichgesinnten aufhält, dass alle Reiseteilnehmer voller Trauer und Wehmut sind, lässt jeden Einzelnen ein Stück weit Emphathie freisetzen, dass widerrum Freiräume der emotionellen Art schafft.
Man darf traurig sein, man darf seinen Emotionen freien Lauf lassen. Alle Teilnehmer können das aus vollem Herzen nachempfinden. Niemand muss sich verstellen oder etwas beschönigen.
Lachen und Weinen liegen nah beeinander, dass ist im Leben nun mal so. Bei Trauernden ist diese Tatsache noch richtiger. Niemand muss aus seinem Herzen eine Mördergrube machen. Es muss nicht gelacht werden, wenn einem zum Heulen zu Mute ist. Einige Reiseanbieter stellen auch Trauerpsychologen auf den Reisen zur Verfügung. Noch wird eine Nische bedient, aber das Angebot wird sukzessive größer. Die Nachfrage bestimmt wohl das Angebot.

Trauer hat viele Facetten. Jeder bewältigt oder verarbeitet anders. Viele Erstarren, andere brechen in wilden Aktionsismus aus. Appetitlosigkeit und Fressattacken, wie Panikattacken, Schlaflosigkeit, Herzrasen, Erschöpfung, Phobien, all das sind Spiegelbilder der inneren Zerissenheit und der enormen Hilflosigkeit, die von den Trauernden Besitz ergreift.
Der Griff zur Tablette ist keine Lösung. Was jeder in dieser Phase dringend braucht, sind hilfreiche Hände, Menschen, die mit Trauer umgehen können.
Gerade in der Zeit nach einem Trauerfall sind Gespräche mit Betroffenen und Gespräche mit Menschen, die Trauernde professionell begleiten können, enorm wichtig.
Man fühlt sich fremdgesteuert und wie fremdbestimmt. Man verliert den Boden unter den Füssen. Nichts ist mehr so, wie es war. Trauerarbeit ist keine Kopfarbeit. Jeder muss für sich den Weg der Trauer gehen um am Ende wieder Licht am Ende des Tunnels zu sehen.
Wir müssen wieder Freude am Leben finden, wir müssen wieder lernen, wie schön das Leben ist oder sein kann. Wir müssen lernen, das Unwiederbringliche loszulassen und zu verabschieden, damit wir frei und gelassen wieder neue Lebensräume für uns entdecken können.
Ein Trauerurlaub kann einer Therapie gleichkommen. Viele Betroffene wiederholen diese Art des Reisens so lange, bis sie gesundet sind. So lange, bis sie den Weg zurück ins Leben gefunden haben.
Die Trauerreisen führen meistens zu Zielen, die sich durch ihre ursprüngliche Natur und besondere Athmosphäre auszeichnen. Auch wenn ein zwei oder dreiwöchiger Urlaub sicher nicht ausreicht, um den Tod eines geliebten Menschen oder eines geliebten Tieres zu verarbeiten, so kann es doch ein guter Anfang sein.