Die therapeutische Nutzung des Bades in Thermalwasser geht weit zurück in die Vergangenheit. In der römischen Epoche hatte die Thermalkur einen hohen Bedeutungsgrad.
Der Reichtum des Thermalwasser leitet sich ab aus der Nutzung des Salz, jodhaltigen und hyperthermalen Mineralwassers.
Viele Hotels und Kuranstalten verfügen über eigene Quellen und eigenes Thermalwasser, das sich aus den Tiefen der Erde speist. Das Wasser wird meistens auf eine Temperatur von 32 bis 34 Grad Celsius heruntergekühlt. So dass Sie zu jeder Jahreszeit in dem gesunden Wasser baden können.
Die Wirkung der Wärme und der aktiven Wirkstoffe des Wassers in Kombination mit Massagen der Wasserstrahle und der Kaskaden, erzielt einen wohltuenden und entspannenden Effekt. Ergänzt werden diese Anwendungen meistens durch Schwitzgroten, Räume mit Thermaldampf und durch Aromatherapie.
Als Schönheitskur kann eine Thermalkur wahre Wunder bewirken. Die drainierende Wirkung auf das Gewebe, sowie die Reinigung der Haut, lassen diese elastisch und verjüngt erscheinen.
Eine Thermalkur ist eine Ganzheitstherapie, will heissen, es werden nicht nur möglicherweise vorliegende Schmerzen behandelt und gelindert, sondern der Mensch wird als Ganzes gesehen. Der Lebensstil, Essen, Trinken, die körperliche Aktivität, all das sind Faktoren , die es zu beachten gilt.
Die Thermalmedizin ist der medizinische Bereich, der die Mittel der Thermalkur zu therpeutischen und rehabilitativen Zwecken nutzt. Heute ist die Thermalmedizin eine Wissenschaft, die ebenso wie jede andere medizinische Disziplin diagnostische und therapeutische Mittel nutzt, die durch den technologischen Prozess un die Kenntnisse im Bezug auf die Gesundehit des Menschen und deren Schutz zur Verfügung stehen.
Fango, der Begriff oder das Wort kommt aus dem italienischen und bedeutet: Schlamm, Schmutz, heilender Schlamm. Es handelt sich um einen Mineralschlamm der vulkanischen Ursprungs ist.
Schon römische Legionäre wussten um die Heilkraft des Schlammes. Italien gilt als Ursprungsland des Fangos. Der italienische Fango setzt sich aus drei Komponenten zusammen: Thermalwasser, Fangoschlamm und der Zugabe von Algen und Mikroorganismen, welche für den biloligschen Reifeprozess verantwortlich sind.
Ist der Fango Schlamm gereift, wird er von geschultem Personal entnommen und für therapeutische Zwecke verwendet. Der angwendete Fango kann wieder verwendet werden. Er wird ins Becken zurückgeführt und der Reifeprozess beginnt von neuem.
In Deutschland oder auch im restlichen Europa wird auf den Reifungsprozess des Fangos verzichtet. Der Fango ausserhalb Italiens besteht aus einem Gestein vulkanischen Ursprungs. In Italien wird auch eher von Thermalschlamm als von Fango gesprochen.
In Deutschland kennt man zwei bekannte Sorten Fango, zum Einen den VULKANIT-FANGO vom Kaiserstuhl, zum Anderen den Eifelfango aus der Region der Eifel.
Abbaugebiete in Deutschland findet man u. a. in Bötzingen am Kaiserstuhl und in Mendig in der Gegend um den Laacher See. In Deutschland wird der Fango nur einmal angewendet und im Anschluss umweltgerecht entsorgt.
Vor der Anwendung wird das aus dem Gestein gewonnene Pulver mit Wasser angereichert und zu einem homogenen Brei aufgemsicht. Bei einer Temperatur zwischen 40 und 50 Grad wird die Packung dann auf die zu behandelnde Körperregion aufgetragen. Die Anwendungsdauer liegt zwischen 20 und 40 Minuten. Während dieser Zeit ist der "Patient" in dicke Tücher oder in eine warmhaltende Folie gehüllt.
Die Heilwirkung von Fango in Verbindung mit Massagen und Bewegungstherapie ist wissenschaftlich belegt.
Anwendungsgebiete:
Wirkung:
Wichtiger Hinweis:
Vor der Anwendung muss ein Badearzt konsultiert werden, um Risiken wie Kreislaufschwäche usw. ausschließen zu können. Er verordnet Temperatur und Verweildauer der Schlammpackung

Spanien ist reich an Heilquellen und Thermalbädern, schon seit Alters her. Schon die Römer und später die Araber haben in heilenden Wassern gebadet und haben Thermalkuren gemacht.
Spanien bietet viel auf dem Gebiet des "Gesundheitstourismus". Es gibt vielerorts Heilquellen und mineralhaltige Heilwasser, die leider in keinem Führer benannt werden und die nur den Einheimischen bekannt sind. Dessen unbenommen, verfügt fast jede Region über vielfältige Angebote im Bereich Thermalkuren und Thermalbäder. Spanien zählt insgesamt 65 Thermalbäder auf, die nicht nur auf dem spanischen Festland zu finden sind, sondern auch auf den Kanarischen Inseln, auf Mallorca und den übrigen balearischen Inseln.
Die meisten Thermalbäder und Einrichtungen finden Sie in der Region Galicien. Alleine in Galicien finden Sie 16 Thermalbäder, Andalusien, Aragon und die Extremadura verfügen je über 8 Thermalbäder und Kastillien Leon , Kastilien La Mancha über je 6 Thermalbäder.
Informationen: Die Regionen Spaniens - Gesamtübersicht
In vielen Thermalbädern und Kureinrichtungen finden Sie auch deutschsprachiges Personal, so dass Sie nicht einmal mehr Probleme mit einer eventuellen Sprachbarriere haben müssen.
Heilbäder und Kureinrichtungen in Spanien sind mittlerweile im Club de Balnearios de Spania (Club der Kureinrichtungen Spaniens) zusammengeschlossen.
Die Zentren, die zu diesem von der Nationalen Vereinigung der Kureinrichtungen (ANBAL) gegründeten Clug gehören, bieten Rekonvalezenszentren, und ein grosses Kurangebot von Einzelandwendungen.