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Therapiepferde, Pferde als Therapeuten, Pferdetherapie,



Pferde als Therapeuten - Coachings mit Pferden

Pferde als Therapeuten
Pferde als Therapeuten

Viele Therapeuten, die mit Tieren arbeiten, oder wie hier im speziellen Fall mit Pferden, haben sich auf psychosomatische Beschwerden spezialisiert.  Wenn die Seele krank ist, bittet sie den Körper, dem Menschen ein Zeichen zu geben. 

Pferde spüren sehr genau, wie sich ein Patient fühlt. Pferde lassen sich nicht täuschen, sie spüren, ob der Patient authentisch ist oder ob er sich und anderen was vorspielt und sich verstellt. 

Therapiepferde werden speziell für die Reittheraphie ausgebildet.  Sie weden für die Reittherapie in erster Linie mit Kindern und Behinderten eingesetzt.  In der Regel werden sehr ruhige Pferde genommen um ausgebildet zu werden. Auch die körperlichen Voraussetzungen müssen gegeben sein. Ein Stockmaß, dass über 1,6 m hinausgeht, wäre nicht günstig. Der Abstand zwischen dem Reiter und dem Therapeuten sollte nicht zu gross sein.

Ob ein Sattel genommen wird, hängt von der Therapieform ab. Einige Therapeuten benutzen den Westernsattel, andere bevorzugen ausschließlich Gurt und Pad.  Die Gangart des Pferdes spielt keine zu unterschätzende Rolle. Ein sanfter Trab bietet dem Reiter absolute Sicherheit.

Der Patient sollte Vertrauen zu seinem Therapiepferd haben und sich auf dem Rücken des Tieres sicher und wohl fühlen.

In der Regel werden die Reittherpien in der Halle stattfinden. In einigen Ausnahmenfällen, gehen die Therpeuten mit Pferd und Patient auch ins Gelände.  Bei Geländeritten ist ein zweites Pferd , das als Begleitpferd mitgeht, obligatorisch.  Das zweite Pferd wird von der Betreuerin oder dem Therapeuten geführt.

Gute Therapiepferde sind sehr menschenbezogen und mensch-affin. Sie sind  freundlich, geduldig und sanft.  Die Ausbildung ist besonders konsequent und intensiv, schließlich geht es bei dieser Therapieform um den kranken Menschen, der auf dem Rücken des Pferdes gesunden soll oder zumindest eine Besserung seiner Leiden erfahren sollte.

 

Therapeutisches Reiten

Pferde - Andreas Barnickel - pixelio.de
Pferde - Andreas Barnickel - pixelio.de

Der Begriff "therapeutisches Reiten" ist vielen Menschen geläufig, was sich schlußendlich dahinter verbirgt, wissen dennoch sehr wenige. Hier ein paar Erklärungen zu dieser speziellen Therapieform.

Das therapeutische Reiten gliedert sich in drei Fachbereiche: die Hippotherapie, Reiten als Sport für Menschen mit Behinderungen sowie das heilpädagogische Reiten und Volitgieren.

Diese drei Varianten werden an Menschen mit den unterschiedlichsten Behinderungen eingesetzt.

Einsatzgebiete:

  • geistige Behinderung
  • körperliche Behinderung
  • Lernbehinderung
  • psychische, psychosomatische Behinderung
  • Autismus
  • Entwicklungsstörungen

Für viele Patienten kommt das Volitgieren als Therapieform in Betracht. Durch die turnersich-gymnastischen Übungen auf dem Rücken des Pferdes, geht es nicht in erster Linie um sportliche Leistungen, sondern vielmehr um den Kontakt mir dem Pferd und das sensibilisieren der kognitiven Bereiche.

Selbstbewusstsein, Konzentration und Entspannung werden gefördert. Kinder und Jugendliche gewöhnen sich so schnell an das Pferd und verlieren ihre Angst und gewinnen Vertrauen. Die Verbundenheit mit dem Tier ist von äußerster Wichtigkeit.

Die meist schwer behinderten Menschen sind auf dem Rücken des Pferdes plötzlich autark. Sie können sich fortbewegen , ohne jegliche Unterstützung. Diese Art der Bewegung sorgt für eine starke emotionale Ausgeglichenheit. Pferd und Reiter bilden eine homogene Einheit.

Daher spielt der direkte Kontakt mit dem Pferd auch eine sehr grosse Rolle. Deshalb wird auch meist auf dem blanken Pferderücken gearbeitet. Dieses Erlebnis, dass der Behinderte, dank des Pferdes, für einen kleinen Moment genauso groß oder größer wie die anderen, unabhängig und schnell ist, stärkt das Selbstbewusstsein.

 

Gehbehinderte und Querschnittelähmte auf Therapiepferden

Pferd bernd boscolo  pixelio de
Pferd bernd boscolo pixelio de

Besonders für Behinderte und Querschnittgelähmte kann das therapeutische Reiten wahre Wunder bewirken.  Viele Behinderte können sich schon nach relativ kurzer Zeit besser bewegen und sich leichter fortbewegen.  Auch Querschnittgelähmte empfinden Erleichterung und sie stärken ihre verbliebene Motorik.

Hinweis: Vor der ersten Therapiestunde sollte sich der Patient oder der Betreuer des Patienten auf jeden Fall mit dem Therapeuten zusammensetzen und besprechen, was man sich von der Therapie erhofft. Ein genaues Bild dessen, an welchem Gebrechen der Patient leidet, ist für den Therapeuten unerlässlich.

Die Rasse "Therapiepferd" gibt es natürlich nicht. Ein Pferd muss entsprechende Voraussetzungen haben und fundiert ausgebildet werden.

Das Therapiepferd muss:

  • absolut gesund sein
  • klare Grundgangarten haben
  • sich artgerecht verhalten
  • dem Menschen gegenüber freundlich gesinnt sein
  • gute Nerven haben und sollte sich nicht leicht erschrecken
  • dem Menschen gegenüber tolerant sein
  • eine gute reiterliche Ausbildung haben

 

 

Heildpädagogisches Reiten

Pferde - Therapiepferde
Pferde - Therapiepferde

Heilpädagogisches Reiten ist eine Heilbehandlung durch den Umgang mit dem Pferd. Das Reiten lernen steht bei dieser Therapieform nicht im Vordergrund.  Meistens wird heilpädagogisches Reiten in der Gruppe vorgenommen. 

Kinder ab 5 Jahren können schon , je nach Behinderung, daran teilnehmen.  Die Kinder können voneinander lernen. Sie lernen in entspannter und guter Atmosphäre den Umgang mit ihrem Therapiepferd und fühlen sich schnell sicher und wohl behütet.

Kleine Kinder können auch Pony zur Verfügung gestellt bekommen. Bei der Frühförderung, die schon bei kleinen Kindern ab 1 1/2 Jahren beginnen kann, die z.B. motorische Störungen haben, setzt sich der Therapeut mit auf das Pferd. Die Erfahrung zeigt, dass die Kinder sehr schnell lernen und sich sehr schnell wohlfühlen. 

Reiten ist oft der einzige Sport, der von Behinderten, gleich ob Kinder oder Erwachsene, ausgeführt werden kann.

Pferde sind hoch sensible und sensitive Lebewesen, sie stellen sich auf ihren Reiter ein und bilden mit ihm sehr schnell eine Einheit.  Viele Behinderte sind durch diese gute und sinnvolle Form der Therapie auch Sportreiter geworden und nehmen u.a. an den Paraolympics teil, bei  denen sie grosse Erfolge erzielen.

Bücher zu dem Thema: Tiere als Therapeuten

Reittherapie in Argentinen

 

http://www.calpecostablanca.de/

 

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