Anzeigen
Urlaubsregionen
Reisearten
Reisen von A - Z
Tier-Therapeuten
Anzeigen
Flug und Unterkunft
Service
Informationen zum Osterfest in Spanien



Ostern in Spanien

Ostern in Spanien

Die spanische Semana Santa ist weit über die Landesgrenzen hinaus bekannt. Zahlreiche Touristen aus aller Welt reisen an, um sich dieses beeindruckende Schauspiel nicht entgehen zu lassen. Aber was genau passiert da eigentlich, was bedeuten die Kapuzen, die schweren Altäre?

ALTARE: Pasos

Sie sollten den Menschen, viele von ihnen Analphabeten, die Leidensgeschichte Jesu näherbringen. Auch heute noch sind diese Altäre anschaulicher als jedes geschriebene Wort. Neben den Szenen aus der Passionsgeschichte stellen sie Heilige oder biblische Allegorien dar. Und natürlich die Jungfrau Maria, deren Figur mit kostbaren Gewändern und Kerzen geschmückt ist. Jeder Altar ist der ganze Stolz einer Bruderschaft, der er gehört und von deren Mitgliedern er während der Prozession getragen wird. Die Altäre haben zum Teil bis zu vier Tonnen Gewicht. Sie werden von bis zu 250 Männern getragen.

COFRADIA

Unter Cofradia oder Hermandad verseht man eine Laien Bruderschaft aus gläubigen Katholiken. Sie ist bekannt dafür ,die Prozessionen zu organisieren. Es gibt jedoch die verschiedensten Laienbruderschaften. Aus kirchlicher Sicht richten die Cofradias ihre Bemühungen darauf aus, die Frömmigkeit im Volk zu stärken. Viele haben beim Bau von Kirchen, an ihrer Restauration oder an der Pflege religiöser Güter - etwa am Jakobsweg - eine wichtige Rolle gespielt.

Die ersten Laienbruderschaften mit Bezug zur Semana Santa sind die beiden Coradias Santa Vera Cruz und Sangre de Nuestra Senor Jesucristo, die sich Mitte des 15. Jh. in Andalusien bilden und ausbreiten. Auch bei den später entstehenden Cofradias handelt es sich meist um Bewegungen, die aus der Mitte des Volkes, oft aus der Unterschicht heraus, wachsen. Kenesfalls darf man sie als verlängerten Arm der Kirche verstehen.

COSTALEROS

Bei Prozessionen schultern die Costaleros die Ikone. Wahrlich eine aufopferungsvolle Aufgabe, weil die Träger das oft bedeutende Gewicht des Throns - Paso genannt - schultern und von der Prozession wenig sehen. Manche Throne oder Altare werden a costal getragen, dann laufen die Träger im Thron. Andere sind a hombres gechultert, und dabei können Zuschauer je nach der Art, wie getragen wird, die Mitgleider der Cofradias erkennen. Bei manchen Prozessionen stehen die Pasos auf Rädern und werden geschoben, gezogen oder gefahren.

MANOLAS

Die Manolas erleben während der Osterwoche ein wahres Wechselbad der Gefühle. Als traditionelle Figur der Karwoche betrauern diese Frauen zunächst den Tod Jesu und feiern am Osterstonntag seine Aufestehung. Ausdruck ihrer inneren Gefühlswelt ist die Mantilla, ein traditionelles, spanisches Schleiertuch mit viel Spitze, das während der Trauertage schwarz, ab dem Ostersonntag weiß getragen wird.

MUSIK

Der Ursprung der heutigen Prozessionsmusik geht zurück ins 19. Jahrhundert. Die damals beliebten Trauermärsche - daruner auch Werke von Komponisten wie Beethoven oder chopin - wurden in abgewandelter Form an den Osterfeiertagen gespielt. Charakteristisch sind die tragenden Elemente der Kompositionen. Interpretiert werden die Stücke vor allem von Blasmusikern und Trommlern. Gewöhnlich begleitet jede Kapelle eine Bruderschaft, die Cofradia. In Andalusien wird die Prozessionsmusik häufig von sogenannten Saetas unterbrochen. Dies sind Bittgesänge, die oft spontan von einer Person interpretiert werden und den einzelnen Altaren der Prozession, den Pasos, gewidmet sind.

NAZARENOS

Nazarenos werden die Büßer genannt, die vor den Pasos oder Thronen laufen. Sie sind besonders auffälligwegen ihrer markanten Kapuzen, die an den Ku Klux Klan erinnern. Ausserdem traten die Nazerenos einen meist bodenlangen Umhang, jede Bruderschaft hat ihre eigne Kleidung ,die sich beispielsweise in der arbe oder den aufgestickten Emblemen unterscheidet.

Das herausragaendste Merkmal bleibt jedoch die Kapuze: Ihre hohe Kegelform soll ein Annähern des Büßers an den Himmel symbolisieren, den Ort der Erlösung. Eine weitere Erklärung ist die Ähnlichkeit zu Zypressen mit ihren spitzen Kelchen,die auf vielen christlichen Gräbern gepflanzt werden, um den Toten näher an den Himmel zu bringen, wo das ewige Leben wartet.

Meist sind die Nazarenos männlich. Frauen werden nur in wenigen Brudeschaften und auch erst seit wenigen Jahren als Büßer akzeptiert. Einige Nazerenos laufen barfuss, um ihrer Buße stärkeren Ausdruck zu verleihen, einige traen Kreuze oder repräsentative Elemente der jeweiligen Bruderschaft.

PASSIONSSPIELE

In vielen Gemeinden verbreitet sind die Passionsspiele. Sie stellen Leidensweg und Auferstehung Jesu auf der Bühne dar. Nicht selten sind es Laienschauspieler, die für die Inszenierungen das ganze Jahr über proben. Entstanden ist die Tradition aus den Mysterienspielen des Mittelalters. Damals brachte der Klerus religiöse Stoffe auf die Bühne, um dem Voolk den Inhalt der Bibel zu vermitteln.

Die ältesten bekannten Passionsspiele finden sich in Ktalonien. In der Gemeinde Esparreguera gehen die Vorführungen zurück bis ins 17. Jahrhundert, Olesa de Montserrat verfügt sogar über ein Dokument aus dem Jahr 1538. Letztere Gemeinde war es auch, die bei den Passionsspielen 1996 sage und schreibe 729 Schauspieler gleichzeitig auf die Bühne brachte. Eine Leistung, der ein Eintrag ins Guinness-Buch der Rekorde folgte.

Ostern in Spanien 

Anzeigen und Empfehlungen

Wetter

Spanien
sonnig 29°C

© 2007 wetteronline.de
Anzeigen
suchmaschineneintrag
Anzeigen
www.nix-wie-weg.de
suchmaschineneintrag
Amazon